"Die meisten kennen Baozi als mildes Streetfood aus dem Norden Chinas. Meine Füllung kommt aber aus Sichuan, mit Doubanjiang und richtig viel Schärfe."
Zutaten
| Zutat | Menge | Notiz |
|---|---|---|
| Teig | ||
| Mehl | 500 g | |
| Trockenhefe | 7 g | |
| Zucker | 1 TL | |
| Lauwarmes Wasser | 250 ml | |
| Backpulver | 5 g | |
| Neutrales Öl | 1 EL | |
| Füllung | ||
| Fester Tofu | 300 g | gut ausgepresst |
| Weißkohl | 200 g | vor dem Salzen |
| Salz | ⅔ TL | zum Entwässern |
| Frühlingszwiebeln | 3 Stück | in Ringe geschnitten |
| Knoblauch | 3 Zehen | fein gehackt |
| Ingwer | 15 g | gerieben |
| Doubanjiang | 1½ EL | chinesische Chili-Bohnen-Paste |
| Sojasauce | 2 EL | |
| Zucker | 2 EL | |
| Sesamöl | 1½ EL | zum Anbraten |
Zubereitung
Teig: Mehl, Hefe, Zucker, Wasser, Backpulver und Öl zu einem glatten Teig verkneten. Abgedeckt an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.
Tofu: Tofu gut auspressen und mit den Händen oder einer Gabel grob zerbröseln – nicht schneiden, Ziel ist eine hackfleisch-artige Textur. In Sesamöl kräftig anbraten, bis leichte Röstaromen da sind.
Weißkohl: Fein hacken – nicht grob, Weißkohl ist fester und faseriger als Chinakohl und bleibt in groben Stücken beim Dämpfen zu bissfest. Mit dem Salz vermengen und 20 Minuten ziehen lassen. Danach kräftig ausdrücken, damit die Füllung beim Dämpfen nicht wässrig wird.
Füllung: Knoblauch, Ingwer, Doubanjiang, Sojasauce und Zucker verrühren, zum angebratenen Tofu geben und kurz mitziehen lassen. Ausgedrückten Weißkohl und Frühlingszwiebeln unterheben. Die Füllung sollte nicht mehr flüssig sein – wenn doch, kurz weiter einköcheln.
Formen: Teig in 12 Portionen teilen und rund ausrollen. Je zwei Esslöffel Füllung in die Mitte geben, Ränder nach oben ziehen und falten. Ränder ordentlich zusammendrücken, damit beim Dämpfen nichts ausläuft – aber nicht zu flach drücken, etwas Luft muss drinbleiben.
Dämpfen: In geölten Bambuskörbchen (Backpapier darunter) ca. 10 Minuten dämpfen, bis die Baozi aufgegangen und glänzend sind. Wenn ihr reinbeißt, zieht Dampf raus – die Füllung schmeckt würzig-herzhaft, fast wie Hack.
Tipps & Technik
Koch-Technik – Tofu auspressen
Fester Tofu, gut ausgepresst, ist entscheidend für die Crumble-Textur. Zu feucht = matschig statt hackfleisch-artig. Tofu zwischen zwei Tüchern legen, mit einem schweren Topf 15 Minuten beschweren, dann mit der Gabel zerbröseln.
Tipp – Weißkohl statt Chinakohl
Weißkohl ist fester und geschmacklich kräftiger als der mildere Chinakohl. Deshalb fein hacken statt grob und länger salzen – 20 statt 10 Minuten. Sonst bleibt er beim Dämpfen zu bissfest und wässert nicht genug aus. Wer es milder mag, kann Chinakohl nehmen und die Salzmenge halbieren.
Tipp – Füllung einköcheln
Die Füllung muss ordentlich eingekocht sein, bis sie nicht mehr flüssig ist – sonst läuft sie beim Formen aus. Wenn der Tofu-Crumble nach dem Anbraten noch feucht wirkt, Doubanjiang-Soja-Mischung kurz mitköcheln, bis alles bindet.
Nährwerte
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